Häusliche Krankenpflege

(Leistungen der Krankenversicherung nach § 37 SGB V)
Versicherte erhalten in ihrem Haushalt neben der ärztlichen Behandlung häusliche Krankenpflege durch Pflegefachkräfte, um einen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden bzw. zu verkürzen.

Die häusliche Krankenpflege wird vom Arzt per Verordnung verschrieben, in der Regel für vier Wochen. In Ausnahmefällen kann die Behandlung verlängert werden. Weiterhin gibt es Dauerverordnungen für sechs Monate, dies betrifft hauptsächlich Insulininjektionen und Medikamentengabe. Vom Versicherten sind pro Verordnung 10,-€ Euro Zuzahlung fällig, die nach Rechnungsstellung an die jeweilige Krankenkasse zu entrichten sind. Der Pflegedienst, der die Leistung ausführt, hat mit dieser Zuzahlung nichts zu tun, wird sich aber bemühen im Sinne des Patienten, die Verordnungszeiträume so lang wie möglich zu beantragen.

Beim Mobilen PflegeDienst arbeiten in der Häuslichen Krankenpflege ausschließlich Pflegefachkräfte.

Zu den Aufgaben der Häuslichen Krankenpflege zählen:

  • Verabreichen von Augentropfen/-salben
  • Blutdruckkontrolle
  • Blutzuckerkontrolle
  • Dekubitusbehandlung
  • Einreibungen
  • Sterbebegleitung
  • Infusionsüberwachung
  • Injektionen (subkutan und intramuskulär)
  • Katheterpflege- und -wechsel
  • Klistiere
  • Medikamentengabe und -überwachung
  • Postoperative Versorgung
  • Psychosoziale Begleitung in belastenden Situationen
  • Schmerztherapie gemäß ärztlicher Anordnung
  • Sofortaufnahme bei Akutsituationen oder nach einem Krankenhausaufenthalt
  • Sondenüberwachung
  • Trachealkanülenwechsel- und –versorgung
  • Wundversorgung und –spülung

Weiterhin gibt es die Möglichkeit nach § 38 SGB Vder Verordnung einer Haushaltshilfe oder Familienpflege. Voraussetzung dafür ist, dass der Versicherte auf Grund einer Einschränkung seinen Haushalt nicht führen kann, sich ein Kind unter 12 Jahren im Haushalt befindet und keiner aus der Familie zur Verfügung steht.